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21

Donnerstag, 1. September 2011, 16:30

Was uns betrifft, müssen wir durch Feste dazuverdienen. Bisher hat das immer geklappt - wird aber immer schwerer Helfer zu finden.
An den Mitgliedsbeiträgen kann man meiner Meinung nach nichts mehr machen, die sind schon recht hoch.
Wenn nicht bald neue aktive Sänger/innen zu gewinnen sind, muss an den Chorformationen gekürzt werden. Wir haben im letzten halben
Jahr ca 10 Mitglieder gewinnen können, aber im Zuge der Altersstruktur haben auch genau so viele aufgehört.
Beste Grüße
Lerche
:)

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22

Freitag, 2. September 2011, 18:34

ja, aber wenn sonst kein Geld reinkommt müssen doch quasi die Mitgliedsbeiträge erhöht werden? Wenn die Alternative ist, den Chor ganz aufzulösen, werden sicher die, denen was daran liegt, bereit sein mehr zu zahlen. Oder man versucht, Sponsoren zu finden.

Du schreibst "im Zuge der Altersstruktur" haben Leute aufgehört. Ist das bei euch so, dass sie mit einem gewissen Alter beim Chor aufhören müssen oder ist das eine freiwillige Sache?

Wie heißt denn euer Chor? Gerne auch per PN

LG ich
Liebe Grüße
ich

23

Freitag, 2. September 2011, 20:11

Wie gesagt, bisher kommen wir zurecht. Nein, bei uns muss keiner aufhören. Die altersbedingten Austritte betreffen im Moment nur
den traditionellen Männerchor. Durch die (sanfte) Umstellung der Chorliteratur (nicht nur deutsch) und dadurch dass bei uns grundsätzlich
ohne Notenmappen aufgetreten wird, fällt es alten Sängern irgendwann zu schwer. Aber wie ich es im Moment sehe, wird es den
traditionellen Männerchor nicht mehr lange geben.
Beste Grüße
Lerche
:)

Beiträge: 57

Wohnort: nicht nass - in Franken

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24

Samstag, 22. Oktober 2011, 23:59

Auch ich bin Chorleiter. Mein Chorprobensatz bewegt sich zwischen 50 und 60 €, je nach Entfernung. Hier die Aufschlüsselung:
Der Kilometer mit dem Auto kostet im Duchschnitt 50 Cent (Übernahme vom ADAC und meiner jahrzehntelangen Kostenrechnung, ist mein Beruf). Bei einem Chor, der 30 km von meinem Wohnort entfernt ist, kostet dann eben Fahrtkosten 30 €. Also:
30,- €
20,- € für 2 Stunden Chorprobe und 1 Stunde Vorbereitungszeit
10,- € für Nebenkosten wie Steuern usw.
--------------
60,- €.

Sind dann nicht einmal 7,- € für eine Stunde Arbeit zuviel?! Ich meine, Nein!
Beste Grüße, Joachim
Frei nach dem Motto: "Music was my first love"

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25

Sonntag, 23. Oktober 2011, 00:01

Wie gesagt, bisher kommen wir zurecht. Nein, bei uns muss keiner aufhören. Die altersbedingten Austritte betreffen im Moment nur
den traditionellen Männerchor. Durch die (sanfte) Umstellung der Chorliteratur (nicht nur deutsch) und dadurch dass bei uns grundsätzlich
ohne Notenmappen aufgetreten wird, fällt es alten Sängern irgendwann zu schwer. Aber wie ich es im Moment sehe, wird es den
traditionellen Männerchor nicht mehr lange geben.
Da gebe ich dir absolut recht. Aber es betrifft nicht nur den Männerchor, sondern alle. Nur, die gemischten Chöre werden sich zum Schluß als Frauenchöre etwas länger halten. Schade drum.
Beste Grüße, Joachim
Frei nach dem Motto: "Music was my first love"

26

Dienstag, 17. April 2012, 01:00

Nach den Umständen, die ich eingangs genannt hatte, ""Bei uns gelten folgende Grundsätze: Es gibt monatlich (12 mal) den Betrag xxx für eine wöchentliche Chorprobe von 1,5 Stunden. In großen Ferien, Sommer, Weihnachten, . wird nicht gesungen. Abgegolten sind damit auch Sondereinsätze wie Auftritte, Beerdigungen usw."" erhalten unsere Chorleiter eine Stundenvergütung von 64 €. Das Problem ist, dass unser Jahresbeitrag mit derzeit 34 € nicht annähernd ausreicht um die Kosten der Chorleitung zu decken. Der Deckungsgrad liegt bei unter 40%. Erst jetzt haben wir wieder die Vergütungen angepasst. Von einer Beitragserhöhung will aber kein Mitglied etwas hören. Stimmt nicht ganz, einige wären schon bereit mehr zu bezahlen. Würde mich freuen, wenn die Diskussion noch ein bisschen weiter ginge.

So, und an dieser Stelle klappt mir als Chorleiter gerade das "Messer in der Tasche auf". Da man ja Leistungen gerne berechnet, spiele ich das Spiel hier mal mit. Wie soeben erfahren, zahlt jedes Chormitglied im Jahr 34€!!! Man kann nun aus Erfahrungswerten sagen, dass ein Chor im Jahr (bei einer Probe die Woche) auf etwa 42 Proben kommt. Womit wir alle sehen: JEDES AKTIVE Chormitglied zahlt in diesem Fall nicht mal EINEN EURO pro Probe!!!!!!!!! Da darf man doch aber auch mal mit Recht die Frage in den Raum stellen: Wo kann man heute noch seinem Hobby nachgehen, (und dass, es sich um ein Hobby handelt, möchte ich doch an dieser Stelle frech behaupten) ohne dafür im Monat mindestens 5€ ausgeben zu müssen???? Rechnen wir weiter: 20 aktive Sänger x durchschnittlich 4 Proben im Monat macht dann also 5x20x4 .... merken wir etwas???? Das Problem ist meiner Meinung nach NICHT die überzogene Gehaltsforderung eines Chorleiters, sondern die völlig veralterte Beitragsberechnung der Vereine, denn ja, vor einigen Jahren bekam man ein doppeltes Brötchen auch noch für 5 Pfennige!

Ich hoffe ich bin jetzt niemandem auf den Schlips getreten, aber die Luft musste einfach mal raus

27

Dienstag, 17. April 2012, 18:57

Das Problem ist meiner Meinung nach NICHT die überzogene Gehaltsforderung eines Chorleiters, sondern die völlig veralterte Beitragsberechnung der Vereine, denn ja, vor einigen Jahren bekam man ein doppeltes Brötchen auch noch für 5 Pfennige!


da kann ich dir nur zustimmen. Um wirtschaftlich zu bleiben, müssen diese Chöre entweder jede Menge zahlender Mitglieder/Sponsoren haben oder halt dementsprechende Veranstaltungen, bei denen Geld reinkommt, auf die Füße stellen.

In einem kleinen Ensemble wie dem meinen kämen wir mit diesem Mitgliedsbeitrag nicht weit ;)
Liebe Grüße
ich

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28

Donnerstag, 19. April 2012, 15:07

Unsere Mitglieder zahlen fast das dreifache des o.g. Jahresbeitrags. Deshalb können wir uns eine sehr gute Chorleiterin leisten. Aber natürlich auch, weil wir immer wieder Veranstaltungen haben, die Geld reinbringen und weil wir fast genauso viele passive Mitglieder wie aktive haben, die auch ihren Beitrag leisten.

Ich gebe Dir, Mick, völlig Recht. Man kann nicht darüber meckern, der Chorleiter sei zu teuer. Für gute Arbeit zahlt man auch guten Lohn. Aufgabe des Vereins ist es, diesen Lohn auf anderer Seite reinzuholen, also wirtschaftlich zu arbeiten. Kann er das nicht, wird er sich wohl über kurz oder lang auflösen müssen oder einen Chorleiter suchen, der weit unter seinem Preis arbeitet. Letzteres dürfte aber wohl schwierig werden.
Beste Grüße,
Katja
(1. Sopran)

Maumker Frauenchor "Cantare" 2000