Nach den Umständen, die ich eingangs genannt hatte, ""Bei uns gelten folgende Grundsätze: Es gibt monatlich (12 mal) den Betrag xxx für eine wöchentliche Chorprobe von 1,5 Stunden. In großen Ferien, Sommer, Weihnachten, . wird nicht gesungen. Abgegolten sind damit auch Sondereinsätze wie Auftritte, Beerdigungen usw."" erhalten unsere Chorleiter eine Stundenvergütung von 64 €. Das Problem ist, dass unser Jahresbeitrag mit derzeit 34 € nicht annähernd ausreicht um die Kosten der Chorleitung zu decken. Der Deckungsgrad liegt bei unter 40%. Erst jetzt haben wir wieder die Vergütungen angepasst. Von einer Beitragserhöhung will aber kein Mitglied etwas hören. Stimmt nicht ganz, einige wären schon bereit mehr zu bezahlen. Würde mich freuen, wenn die Diskussion noch ein bisschen weiter ginge.
So, und an dieser Stelle klappt mir als Chorleiter gerade das "Messer in der Tasche auf". Da man ja Leistungen gerne berechnet, spiele ich das Spiel hier mal mit. Wie soeben erfahren, zahlt jedes Chormitglied im Jahr 34€!!! Man kann nun aus Erfahrungswerten sagen, dass ein Chor im Jahr (bei einer Probe die Woche) auf etwa 42 Proben kommt. Womit wir alle sehen: JEDES AKTIVE Chormitglied zahlt in diesem Fall nicht mal EINEN EURO pro Probe!!!!!!!!! Da darf man doch aber auch mal mit Recht die Frage in den Raum stellen: Wo kann man heute noch seinem Hobby nachgehen, (und dass, es sich um ein Hobby handelt, möchte ich doch an dieser Stelle frech behaupten) ohne dafür im Monat mindestens 5€ ausgeben zu müssen???? Rechnen wir weiter: 20 aktive Sänger x durchschnittlich 4 Proben im Monat macht dann also 5x20x4 .... merken wir etwas???? Das Problem ist meiner Meinung nach NICHT die überzogene Gehaltsforderung eines Chorleiters, sondern die völlig veralterte Beitragsberechnung der Vereine, denn ja, vor einigen Jahren bekam man ein doppeltes Brötchen auch noch für 5 Pfennige!
Ich hoffe ich bin jetzt niemandem auf den Schlips getreten, aber die Luft musste einfach mal raus