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Berliner Liedertafel

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Dienstag, 19. Oktober 2010, 14:02

Herbstkonzert der Berliner Liedertafel: "Herbst des Lebens - vom Sterben und Ernten"

3 Welturaufführungen!
1 Deutschlandpremiere!


Die Berliner Liedertafel freut sich ihr Herbstkonzert ankündigen zu dürfen:
Herbst des Lebens -
vom Sterben und Ernten


Samstag, 30. Oktober 2010; 19:00 Uhr
Evangelische Lindenkirche Berlin
Homburger Straße 48
14197 Berlin


Ein Chorkonzert mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts

Prof. Dr. Marek Bobéth führt durch das Programm

Thomas H. Reiche; 1. Bass

Berliner Liedertafel e.V.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Berliner Liedertafel« (19. Oktober 2010, 14:07)


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Sonntag, 24. Oktober 2010, 15:42

Um etwas Interesse zu wecken ..

Da es ein schwieriges Thema ist, haben wir das Konzert intensiv vorbereitet. So unter anderem mit einem Interview mit unserem Dirigenten, dass ich auch hier einmal zur Verfügung stellen möchte:
(Aus der letzten Ausgabe des "Merker")
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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Sonntag, 24. Oktober 2010, 15:47

„Keine schwere Kost - ein vielseitiges Konzert“ Interview mit unserem Dirigenten

Vincent, „Herbst des Lebens - vom Sterben und Ernten“, so der Titel unseres Herbstkonzerts. Wie passen denn Kirschblüten (Sakura) in ein Herbstkonzert?

Die japanische Vorstellung des Vergehens der Frühlingsblüte passt gut in die Auffassung unseres Kulturkreises, die wir mit dem Herbst als dem Beginn des Endes eines Jahres verstehen. Es ist stimmungsmäßig passend, inhaltlich aber ein Kontrapunkt.

Wie es denn überhaupt zu der Idee dieses Herbstkonzerts gekommen?

Ausgangspunkt waren die Arbeiten, die im Auftrag der BL von Professor Heinrich Poos komponiert wurden. Diese zwei Stücke bildeten das Grundgestell. Schnell wurde klar: In ein ganz „normales“ Konzert passen die nicht hinein. Also kombinierte ich sie mit anderen Stücken zu einem eigenen Konzept. Über den „Blumengarten“ sagte Herr Poos ja bei seinem Besuch in unserer Probe, es sei vielleicht seine letzte Komposition. Da drängte sich die Verbindung Herbst – Lebensherbst geradezu auf. Ein Komponist schließt vielleicht bewusst mit dem „Blumengarten“ einen Teil seiner Arbeit ab und reflektiert so auch sein Werk.

Vincent, viele Sänger befürchten, wir könnten unser Publikum vielleicht mit einem solchen Konzert verschrecken. Wie siehst du die Situation?

Viele Stücke sind doch auch sehr eingängig. Es geht eigentlich nicht um „schwere Kost“, sondern es handelt sich um ein vielseitiges Konzert. Ich sehe es so, dass Musik auch eine Chance ist, etwas neu zu verstehen. Im besten Fall soll sie nicht nur zerstreuen oder unterhalten. Das Thema und die Texte berühren uns auf besondere Weise, sie gehen ins Innere. Und für die Darstellung solcher Texte empfinde ich zeitgenössische Musik sogar besser geeignet als klassische, denn die Musik bricht mit den alltäglichen Hörgewohnheiten und ermöglicht ein Reflektieren über die Themen. Da zeitgenössische Musik anders empfunden wird als klassische Musik, führt dies zu einem anderen Hören und somit zu einer anderen Wahrnehmung der Texte und der Themen. Darüber hinaus sind die Kompositionen trotz ihrer modernen Klangsprache eingängig, einige sogar mitreißend.

Nun gut, das mag wohl für die meisten Stücke gelten. Aber die „Zeitenstille“ ist doch sehr ungewöhnlich und erschließt sich mir nicht unbedingt auf den ersten Moment. Wie passt dieses Stück in das Konzert?

Dieses Stück hat für mich einen besonderen Reiz, denn immerhin war es ein Auftragswerk des AZO. Leider hat das Oktett das Stück nie bis zur Aufführungsreife einstudieren können.
Aber abgesehen davon - so ungewöhnlich finde ich die Musik eigentlich nicht. Würde man die „Zeitenstille“ als Streichquartett hören, so hätte man kaum noch den Eindruck von moderner Musik. Ungewohnt ist allerdings, dass eine reine Fantasiesprache benutzt wird. Auch wenn sprachlich kein Inhalt transportiert wird, so ist dieser fühl- und hörbar. Statt Worten versinnbildlichen Sprachgesten oder Laute hier Dinge und Ausdrücke, deren meditativer Charakter gut zum Thema des Konzertes passt. Es ist faszinierend, wie der Komponist die Klänge der Musik und der Sprache miteinander kombiniert und als Ausdrucksmittel nutzt.

Es gibt aber nicht nur Bedenken zur Musik, sondern auch zum Thema „Sterben“.

Ich würde das Thema des Konzertes nicht auf ein einziges Wort reduzieren. Der Tod kommt ja nur in zwei Stücken vor, und in dem einen davon sogar sehr humorvoll.
Inhaltlich geht es bei diesem Herbstkonzert um eine Metapher, eine Übertragung von dem, was in dieser Jahreszeit in der Natur geschieht, auf eine Lebenssituation, in der sich viele Mitglieder unseres Chores zurzeit befinden. Da ist zwar das Sterben ein Teil davon, aber wohl nicht der wichtigste. Der Herbst ist ja nicht nur ein Ende, sondern auch ein Ergebnis. Ich weise noch einmal auf den „Blumengarten“ hin, in dem musikalisch Bilanz gezogen wird. Das passt auch zu einem Chor, in dem Alter und Bilanz eines Lebens nicht unwesentlicher Teil sind. Wir sollten die Diskussion nicht als abschreckend und dadurch als erschreckend auffassen, sondern als positive Betrachtung dessen, was wir persönlich erreicht haben. Dies kann auch eine persönliche und durchaus religiöse Betrachtung sein.
Und dazu kommt noch der Gedanke von Ernte, etwas fertig machen, es beenden. Neben den melancholischen Momenten des Herbstes ist es doch auch immer eine Zeit der Feiern und Feste. Erntedank, als ein besonders fröhlicher Ausdruck dieses Moments, ist ein Teil unserer Chortradition, die wir ja alle gern pflegen.

Mit dem „Sterblied“ habe ich dennoch meine Probleme. Ich empfinde es als depressiv. Dies ist auch eigenen Erfahrungen mit depressiven Menschen geschuldet.

Das kann ich nachvollziehen, aber meine Sicht ist eine andere. Gerade im „Sterblied“ wird doch der Tod als eine Erlösung und Teil des Lebens dargestellt. Man kann den Text aber besser verstehen, wenn man ihn im zeitlichen Kontext sieht. Anton Ulrich schrieb das Gedicht 1667 als junger Mann mit Mitte dreißig und hatte noch fast 50 Jahre seines Lebens vor sich. Dass wir es hier mit einem depressiven Menschen zu tun haben, kann ich mir nicht vorstellen. Die Barockzeit hatte ohnehin ein anderes Verhältnis zum Sterben. Viele Bach-Kantaten zeugen von einer ähnlichen Sichtweise. Wenn es z.B. in einer Arie heißt „Endlich wird mein Joch wieder von mir weichen müssen“, dann ist mit dem Joch nichts anderes als das Leben gemeint. Und den Text des Schlusschorals dieser Kantate kennen wir spätestens seit dieser zum Buchtitel wurde: „Komm, o Tod, du Schlafes Bruder“ – wie gesagt, es war eine andere Zeit.
Aber auch wenn wir diese extreme Sicht heute vielleicht nicht mehr nachvollziehen können, so hat doch der Tod als Erlösung seine Rolle noch nicht verloren. Man denke an die Diskussionen über würdiges Sterben und Sterbehilfe. Oder auch an eigene Erfahrungen, auch in unserem Chor. Der Tod kann befreiend sein. Er ist auch ein Zeichen, das Leben zu lieben und zu leben.

Welches sind die wesentlichen Effekte für den Chor?

Das, was wir seit einigen Wochen tun, hat aus meiner Sicht einen immensen Lerneffekt. Sich mit dieser Musik zu beschäftigen, bedeutet auch für uns Sänger, sich auf neue Wege zu begeben. Fremde Klänge und Akkorde zu gestalten schult unsere Hörgewohnheiten sehr effektiv. Hinzu kommen ungewohnte Rhythmen, die uns teilweise reichlich fordern. Sicherlich ist es gewagt, für einen Chor wie den unseren, ein ganzes Konzert mit diesen Stücken zu bestreiten. Es wäre einfacher, weniger zu machen. Aber es ist eben auch eine Herausforderung, dies so zu tun. Und ambitionierte Sänger werden wir nie dazu gewinnen, wenn wir nur „alte Meister“ singen. Es ist eben auch ein Argument im Werben um zukünftige Sänger.

Warum sollte man sich dieses Konzert als Hörer nicht entgehen lassen?

Weil es ein – im Wortsinn – einmaliges Konzert wird: Drei Stücke sind Welt-Uraufführungen, die hat zuvor noch niemand gehört! Manche Stücke werden wir vielleicht nie wieder singen. Und man kann diese Musik nicht auf CD erleben – nicht nur weil es die Musik nicht auf CD gibt, sondern auch weil manche Stücke nur im Konzert ihre Wirkung erzielen. Wer außerdem mit offenen Ohren hingeht, kann sich von der Schönheit der Musik mitnehmen lassen. Dann wird man aus dem Konzert gehen und wird feststellen, man hat neben der Musik auch noch etwas für sich selbst mitgenommen. Das ist doch sehr viel für ein Konzert.

Das Gespräch mit Vincent Jaufmann führten Thomas Reiche und Till Bartel
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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Sonntag, 24. Oktober 2010, 15:51

Etwas zum Inhalt einer der Kompositionen von Prof. Poos: "Legende"

Der alte Lehrer Li

Wer ist Li und warum reden wir über ihn im Merker? Die Antworten sind vielfältig und interessant, eine sogar einfach.
Der Lehrer Li ist bei uns bekannt als Lao-tse oder auch Laudse. Sein Leben ist ein wenig nebelig aber es gibt ein paar Erzählungen, die den Mann greifbar machen. Die bekannteste ist die des Endes von Li. Er verlässt China, angewidert vom Chaos und der Maßlosigkeit am kaiserlichen Hof. Ein Torwächter am letzten Tor Chinas im Westen erkennt den berühmten Lehrer und bittet ihn, die wichtigsten Lehren zu skizieren, damit seine Weisheit China nicht verloren geht. Li (Lao-tse) willigt ein und schreibt 81 „Verse“ auf, die als Tao-Te-King, als Taoistische „Bibel“ in die Geschichte eingehen.

Etwa 2500 Jahre später setzt sich ein deutscher Dichter mit dem Namen Brecht hin und schreibt über dieses Ereignis ein Gedicht, „Legende“. Wieder einige Jahrzehnte später sitzt Professor Poos an seinem Schreibtisch und vertont dieses Gedicht für „seine“ Berliner Liedertafel. -- Damit ist ein wenig mehr erklärt.
Im 6. Jahrhundert lebten in China zwei Männer, die China bis heute geprägt haben und die weit über China hinaus ausgestrahlt haben. Der eine ist Li, der andere Konfuzius (was etwa bedeutet großer Meister Kung). Beide können kaum unterschiedlicher sein. Konfuzius ist so gut belegt, dass es heute Menschen gibt, die sich als rund 80er Nachkomme bezeichnen können.
Angeblich wird Laotse im Jahr 604 v.Chr. in der Provinz Honan geboren. Er arbeitet als Kurator in den kaiserlichen Archiven in Tschu. Lao-dsi, Laotse oder auch Laudse bedeutet soviel wie älterer Knabe. Es ist ein Ehrentitel, denn man soll ihn als der Älteste verstehen.

In der Blühte seiner Jahre besucht ihn Konfuzius, um von ihm zu lernen. Aber beide haben sich nichts zu sagen. Li denkt über die Welt als Ganzes nach. Seine staatsphilosophischen Anmerkungen könnte man als „weniger Staat wagen“ zusammenfassen. Er ist gegen den Krieg und verkündet humanistische Gedanken, die erst 600 Jahr später ein Mann mit Namen Jesus von Nazareth wieder in ähnlich radikaler Weise artikuliert.

Eine Stelle lautet bei Laotse so: „Gib Böses mit Gutem zurück, …. Liebe ist siegreich im Angriff und unverwundbar in der Verteidigung.“ Oder diese Stelle, über Krieg, Gewalt und Macht: „Selbst im Sieg liegt nichts Schönes. Wer ihn schön findet, hat Freude am Gemetzel.“
Laotse sieht in der Liebe, der Einfachheit und der Demut die großen Tugenden. Anders als der Konfuzianismus ist der Taoismus, der aus seinen Lehren entsteht keine pragmatische Staatsphilosophie, sondern eher eine Mystik, die auch staatsphilosophische Elemente besitzt. In Verbindung mit einem uralten Animismus und den magischen Vorstellungen des einfachen Volkes verbindet sich seine Lehre zum Taoismus.

Teile diese Lehren beeinflussen auch die Vorstellungswelten des japanischen Shintoismus. Wenn der Lehrer Li gelebt hat und wenn er jene 81 Verse wirklich selbst geschrieben hat, dann wollte er sicher keine Religion gründen, sondern hat tiefe, sicherlich auch religiös begründete, innere Ideen einer umfassenden Philosophie formulieren wollen.
Nun bleibt noch eine Frage, was ist das Tao und was das Te und wer ist King?

Tao (Dao) kann man als Weg oder Prinzip übersetzen. Gemeint ist etwas, was wir, sehr westlich natürlich, als göttlichen Weg oder Prinzip verstehen können.
Te (De) ist das Wirken (auch Leben oder Kraft). Tao-Te bedeutet also das Wirken des göttlichen Prinzips. King (oder auch Jing) bedeutet Leitfaden, im Sinne einer Text- oder Spruchsammlung. Man könnte also sagen unser Buch, das Tao-Te-King ist das Buch vom göttlichen Wirken in der Welt.
Dieses Buch ist das Buch Ostasiens, das am häufigsten übersetzt worden ist. Es gibt mehrere deutsche Übersetzungen. Es gilt auch als das, nach der Bibel, am häufigsten übersetzte Buch der Welt.

Brecht hat in seinem Gedicht „Legende“ diesem Buch ein Denkmal in unserer Sprache errichtet. Ihn überzeugten sicher einige der Ideen vom „nicht-herrschen“ des Herrschers, die sehr humanistischen Vorstellungen und Friedfertigkeit.

Die Umsetzung in Musik von Poos stärkt den dramatischen Charakter. In einer geradezu opernhaften Weise spielt sich vor unserem Auge die Entstehung des Tao-Te-King ab. Starke Akzente werden gesetzt und die Leistung des „nicht Weisen“ hervorgehoben.

Wer das Stück zum ersten Mal hört, wird eine eigene Schönheit in der Musik finden, aber auch kraftvolle Kontrapunkte, die oft so typisch sind für das Werk von Poos. Es ist kein Lied, was man einfach mal singt wie andere, aber es ist ein schönes, sehr spannendes Werk, in dem die einzelne Stimmen Rollen aus der Legende übernehmen und sie so transportieren.
Ein ungewohntes Werk wird damit in unserem Herbstkonzert vorgestellt. Wenn dieser kleine Text hilft das Stück zu würdigen, dann würde ich mich sehr freuen.
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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Mittwoch, 27. Oktober 2010, 13:33

Das hört sich ja wirklich sehr interessant an! Wenn Berlin nur nicht so weit wäre ...
Beste Grüße,
Katja
(1. Sopran)

Maumker Frauenchor "Cantare" 2000

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Freitag, 26. November 2010, 18:39

Ich schulde noch etwas...

Hallo,
ich habe bisher nichts zum Konzert geschrieben, denn was Sänger sagen muss ja nicht stimmen.. Deshalb hier einfach mal exemplarisch einige Briefe und Aussagen von Zuhörern hereinkopiert....

Einen frohen ersten Advent wünsche ich
Euer
Thomas H. Reiche
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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Freitag, 26. November 2010, 18:44

Die "Kritiken"

Der äußerst kompetente Moderator der Veranstaltung, Prof. Dr. Marek Bobéth, trug durch
seine fachkundigen Aus- und Einführungen nicht nur aktiv zum Gelingen des Konzerts bei,
sondern hatte auch die Muße, zuzuhören und die Musik auf sich wirken zu lassen. Auch das
brachte er zu Papier. In einer bemerkenswerten Rezension unter der Überschrift „Quo vadis,
Berliner Liedertafel?“ nahm er Bezug auf kritische Anmerkungen, die er vor Jahren sorgenvoll
gegenüber der BL niedergeschrieben hatte. Er verglich den Chor von damals mit der
heutigen Situation und konstatierte: „Ein Männerchor in der Tradition und mit dem Anspruch
einer Berliner Liedertafel muss auch eigenständig agieren, dann eben mit den geänderten
Umständen Rechnung tragenden Programmen.“.
Und er fährt fort: „Und dass dieses möglich ist, konnte mit Genugtuung festgestellt werden,
als ich das Konzert am 30. Oktober 2010 in der Linden-Kirche erlebte: Ein thematisch konzentriertes
und ambitioniertes Programm ausschließlich mit anspruchsvollen Kompositionen
aus dem 20. und 21. Jahrhundert, darunter gleich drei Ur- und eine Erstaufführung: Heinrich
Poos, Piotr Moss und Vincent Sebastian Schmelter. Ferner Stücke von Harald Genzmer
und Fritz Büchtger, die auch nicht gerade zum gängigen Repertoire eines Männerchores
gehören.“. Sein Fazit: „… es gelang, es gelang sogar überzeugend. Der engagierte Chorleiter
Vincent Jaufmann hatte den Chor gut vorbereitet. Die Sänger waren nicht gezwungen,
infolge Unsicherheit ständig in die Noten zu schauen. Sie zeigten sich frei und souverän, der
Blickkontakt funktionierte. Die bei Männerchören häufig problematische Intonation war gut,
die Texte verständlich, die Interpretation adäquat.“. Prof. Bobéth fasste das Ganze wie folgt
zusammen: „… ein ca. 40-köpfiger Männerchor (nahm) auf den Altarstufen Aufstellung und
überzeugte durch homogenen Chorklang.“
Und ein Lob für die Solisten: „Stets zuverlässig der Pianist Uwe Streibel; wunderbar in der
„Legende“ die drei solistischen Knabenstimmen, einstudiert von deren Chorleiter, Karl-
Ludwig Hecht. Ein Gewinn auch die beiden instrumentalen Intermezzi mit der vorzüglichen
jungen Bratschistin Anne Uerlichs. - Respekt, Respekt!“
_____________________________________________________________________
Sehr geehrte "Berliner Liedertafel",
vielen Dank für den schönen und vor
allem interessanten Musikabend gestern
in der Lindenkirche! Dank des
Mitsingens meines Sohnes Bruno bei
der "Legende" bin ich in dieses Konzert
gekommen, - etwas, worauf ich sonst
sicher nicht gestoßen wäre, aber was
mir die Vielfalt musikalischer Werke
wieder einmal verdeutlicht hat! Auch die
beiden Bratschenstücke (eine sehr
begabte Solistin!) waren beeindruckend!
Insbesondere aber auch Dank als
"Mutter" an Sie, denn Ihr Umgang mit
den Jungs und auch das Geschenk zum
Schluss waren sehr, sehr nett und
anerkennend! Bruno hat die, wenn auch
kurze Zusammenarbeit mit Ihnen und
der nur kleinen Singpartie sehr viel Spaß
gemacht und sein Selbstbewusstsein
gestärkt!
Vielen Dank und herzliche Grüße von
Uta Meichsner
_______________________________________________________________________________
Lieber Vincent, lieber Jörg,
ein denkwürdiger Abend mit Musik der
Gegenwart.
Der Parcours war reichlich mit Hürden
bestückt, aber sie wurden glänzend
genommen.
Vom Titel des Abends stand aus
künstlerischer Sicht das ERNTEN im
Vordergrund.
Claus Bock
__________________________________________________________________________________
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wunderbar! Danke für diesen großartigen
Abend! Welch ein Mut, welch eine
Perfektion, welch ein Genuss, welch ein
großer Erfolg für die alt-ehrwürdige Berliner
Liedertafel.
Schade, dass ein derartiges Ereignis
nicht mehr öffentliche Beachtung und
feuilletonistische Aufmerksamkeit findet!
Sie können stolz auf sich sein. Bitte
machen Sie weiter so!
Es grüßt Sie
Dr. Waldemar Stieglitz
Frankfurt/Oder
______________________________________________________________________________________

Und nun noch etwas von mir...

Das ist ein sehr großer Erfolg. Das Konzert, mir
sei auch dies kurz erlaubt, war dann der
Abschluss dieser Entwicklung und fast der
häufigste Satz der Zuhörer war der: „So
interessant war lange kein Konzert mehr, so gut
war die Liedertafel seit langem nicht mehr.“ Wie
in der Probenarbeit zeigte sich, dass wir den für
uns perfekten Chorleiter haben.
Wer schon ein wenig vom Weihnachtsprogramm
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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