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Berliner Liedertafel

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1

Samstag, 17. Oktober 2009, 01:13

Männer und singen...............................................................

Hallo,
klingt vielleicht albern: Aber mal zur Diskussion:
Männer und singen.
Weil ich es wichtig finde nicht mehr heute. Ich verspreche mehr an einem anderen Tag.
Thomas H. Reiche
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Berliner Liedertafel« (3. November 2009, 00:48)


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2

Montag, 19. Oktober 2009, 00:06

Ein Schritt weiter.....

Hallo,
warum sind Männer Mangelware beim Singen?
Fast jeder Chor hat Nachwuchsprobleme mit Männern.
Ich will mal ein paar Beispiele geben:
Zwei Tanten von mir singen in Norddeutschland auf dem Land (gleich weit entfernt zu Bremen und Bremerhaven) in einem kleinen Kirchenchor. Sehr nette Gemeinde, auch junge Frauen (was ja motivierend wirken kann..), aber Mangel in den Männerstimmen.
Kantorei in meiner Kirchengemeinde hier im Südwesten Berlins: Verhältnis Frauen / Männer = 3 /1. Die Frauen im Durchschnitt 5 Jahre jünger.
Die Kantorei der Glaubenskirche sucht besonders Männerstimmen.
Wir singen gemeinsam mit anderen Chören ein Konzert. Dabei ein Kinder- und Jugendchor. Rund 25 Teilnehmer in dem Chor, 4 (!!) Jungs.
Warum fehlt dort schon der Nachwuchs?

Mal vielleicht als Diskussionsbasis..

Thomas H. Reiche
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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3

Montag, 19. Oktober 2009, 19:12

Antwort

ein Kinder- und Jugendchor. Rund 25 Teilnehmer in dem Chor, 4 (!!) Jungs.


;( Das ist sie doch!
Wer mal :rolleyes: den Spaß in einem Chor hatte, der kommt wieder :thumbup: , wer denkt, es ist langweilig :pinch: , der bleibt fern.
Da helfen auch keine netten Frauen :love: im gemischten Chor.... :thumbdown:
:wacko: :evil: :!:

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Norbert

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4

Dienstag, 20. Oktober 2009, 09:13

Hast du was gegen gemischte Chöre :?:

Gruß Norbert

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5

Dienstag, 20. Oktober 2009, 11:48

zwei Antworten...

@SängerOsten: Ja und Nein! Die Frage ist doch, warum sind Jungs /Männer oft so schwer zum Singen zu bewegen.

@Norbert: Ich bin nicht ganz sicher ob Du mich meinst. Wenn die Frage mir gestellt ist, dann lautet die Antwort: Nein, ich habe nichts gegen gemischte Chöre oder auch Frauenchöre.
Das Problem trifft alle (außer den Frauenchören natürlich). Jede 'Art' von Chören hat ihre Berechtigung und es wäre schade, wenn es diese Form von Kultur nicht mehr oder auch nur noch unvollständig gäbe. Ich singe in einem Männerchor, aber das bedeutet nicht, ich halte sie für die bessere Form von Chor.
Thomas H. Reiche
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Norbert

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6

Dienstag, 20. Oktober 2009, 12:01

RE: zwei Antworten...

@SängerOsten: Ja und Nein! Die Frage ist doch, warum sind Jungs /Männer oft so schwer zum Singen zu bewegen.

@Norbert: Ich bin nicht ganz sicher ob Du mich meinst. Wenn die Frage mir gestellt ist, dann lautet die Antwort: Nein, ich habe nichts gegen gemischte Chöre oder auch Frauenchöre.
Das Problem trifft alle (außer den Frauenchören natürlich). Jede 'Art' von Chören hat ihre Berechtigung und es wäre schade, wenn es diese Form von Kultur nicht mehr oder auch nur noch unvollständig gäbe. Ich singe in einem Männerchor, aber das bedeutet nicht, ich halte sie für die bessere Form von Chor.
Thomas H. Reiche



Das war ja nicht böse gemeint.
Ich kenne nähmlich einige Männer die keine gemischte Chöre mögen.
Nichts für Ungut.

Norbert :thumbsup:

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7

Dienstag, 3. November 2009, 00:47

Ja, gibt es, aber..

Gibt es, da hast Du recht, gilt aber nicht für mich und auch nicht für den ganzen Chor.

Erstaunlich ist:
- niemand widerspricht
- keiner hat eine Idee, wie man was ändern kann

Nur mal angedacht.
Thomas H. Reiche
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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8

Dienstag, 3. November 2009, 10:27

Mein Bruder ist da ein positives Gegenbeispiel. Er hat zunächst in einem Projektchor gesungen, dann in einem Männerchor, der sich später aber trennte, dann in einem anderen Männerchor. Er hat sehr viel Spaß am Singen und ist sehr talentiert. Durch einen Umzug sucht er nun einen neuen Wirkungskreis, möchte nun aber lieber in einen gemischten Chor, gerade weil er gerne auch moderne Lieder singt. Für mich ist es jedenfalls schön zu sehen, dass er dran bleibt und das Singen nicht aufgibt.

Ich vermute mal, dass das Problem der Männerchöre das vielfach doch "alte" Liedgut ist. Ich finde die Pflege der Volkslieder ja durchaus gut und wichtig, aber man sollte sich trotzdem für moderne Dinge offen zeigen. In unserem Frauenchor gibt es einige, die kein Englisch beherrschen, trotzdem singen wir sogar recht viele englische Lieder. Wenn man junge Leute anwerben will, muss man sich auch "jung" präsentieren, d. h. eben mal ein oder zwei Volkslieder weniger und dafür vielleicht einen Chorsatz eines Pop-Songs oder einen Gospel.

Es gibt allerdings auch ein anderes Beispiel: ein Chor aus unserem Sängerkreis musste wegen (entschuldigt den Ausdruck :S ) "Aussterben" aufgelöst werden, es kamen keine neuen Leute. Kurze Zeit später bildete sich aus den verbliebenen Mitgliedern eine Volksliedergruppe, die sowohl von den Sängern als auch von den Bürgern sehr gut angenommen wird. Wie lang die Lebenserwartung dieser Gruppe sein kann, bleibt abzuwarten. Denn die Festlegung auf Volkslieder birgt naturgemäß das Risiko, dass kein Nachwuchs gewonnen werden kann.
Beste Grüße,
Katja
(1. Sopran)

Maumker Frauenchor "Cantare" 2000

Heiko

Inventar

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9

Dienstag, 3. November 2009, 18:14

Hallo zusammen,

ich persönlich mag auch eher nur Männerchöre, reine Frauenchöre oder gemischt sind nichts für mich - aber jedem das was ihm gefällt :)

Bzgl. dem LIedgut finde ich gerade die alten Sachen wunderschön - aber es gibt auch telentierte Chorleiter, die es dann mal
fertigbringen von "Über den Wolken" und "Wenn ein Lied Deine Lippen verläßt" Chorsätze für einen Männerchor zu schreiben ... wie bei uns geschehen :D
--
Schöne Grüße, Heiko

MGV1853 - 1. Bass
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Dienstag, 3. November 2009, 19:00

Alt und neu

Schön, dass hier jetzt kräftig diskutiert wird...

Hallo,
@Katja: Will Dein Bruder nicht nach Berlin ziehen? -- Spaß beiseite, ich denke, man muss sich natürlich den modernen Zeiten öffnen. Ich persönlich mache wenig Unterschied zwischen den verschiedenen Musikrichtungen, sie müssen zur Stimmung passen. Außerdem gibt es in allen Bereichen gute und schlechte Musik. Gerade beim selber singen sind es oft ganz alte Stücke, wenn auch nicht klassische Volkslieder, die ich persönlich besonders mag.
Erfolg in der Werbung um neue Sänger haben wir zum großen Teil über das Internet. YouTube, HP und vielleicht auch hier rüber (?). Aber man muss die Sänger erst einmal packen.
@Heiko: Was Lieder angeht sehe ich es ähnlich, egal aber was man genau macht, man muss am Ball bleiben.
MfG
Thomas H. Reiche
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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11

Mittwoch, 2. Dezember 2009, 23:38

ein wenig in Vergessenheit..

75%

Die Musik (3)

0%

Reisen

0%

Feste

0%

soziales Engagement

0%

Anzeigen in Zeitungen

0%

Flyer

0%

Internetauftritt

25%

Komplettpaket (1)

0%

Auftritt und Aktionen hier im Board

0%

Werbung an Privatfahrzeugen

0%

Altersdurchschnitt

0%

sonstiges (bitte Antworten)

.. ist dieses Thema geraten. Deshalb will ich es anders versuchen. Natürlich nicht ohne Hintergedanken.
Im nächsten Jahr planen wir eine große Mitgliederaktion. Deshalb ein paar Fragen:
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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Barbie

Anfänger

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Wohnort: RLP

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12

Freitag, 11. Dezember 2009, 14:20

Hallo Thomas,

ich habe "Die Musik" angeklickt. Ich möchte im Chor singen, und zwar möglichst vielfältiges Liedgut, da ich nicht auf eine spezielle Richtung festgelegt bin. Ich möchte allerdings auch einen Chor mit einem gewissen Anspruch unterstützen, mir sind Stimmbildung, Ausdruck, Intonation und einfach "richtiges" Singen wichtig, was in vielen Laienchören leider oft zu kurz kommt. :| Das steht und fällt in meinen Augen mit dem Chorleiter und der Motivation der Sänger.

Die Sache mit dem Nachwuchs dürfte auch bundesweit bei den kleineren Vereinen ein Problem sein, es ist heutzutage einfach nicht mehr "in", im Gesangverein zu singen. Ich könnte mir denken, daß gerade die Jungs neben dem Stimmbruch einfach auch ein "Coolness-Problem" haben - es sieht halt definitiv nicht cool aus, ein klassisches Stück zu singen. Und meines Erachtens haben gerade die Gesangvereine und deren Dachorganisationen den Zug in Richtung moderneres Image verpaßt - frag mal einen Jugendlichen, was der sich unter "Gesangverein" vorstellt... Der wird sagen, alte Leute, komische Musik, alberne Klamotten. Das ist nämlich ganz ehrlich auch meine Assoziation, obwohl ich jetzt seit drei Jahren in einem Gesangverein singe... ;) Und man sieht es leider auf Liederabenden immernoch zuhauf, und zwar genau diese drei Dinge. Männerchöre singen hierzulande traditionell Sauflieder und kernige uralte Volksliedsätze, die keiner mehr hören kann, Frauenchöre sind oft dünnstimmig und singen ebenfalls veraltetes Volksliedgut. *seufz* Das Schlagwort: Strophenlieder... Hauptsache, das Ding hat mindestens 5 bis 10 Strophen und kann laut gesungen werden. :wacko:

Das ist sehr schade und fürs Image und die Nachwuchswerbung extrem schlecht. Es gibt wirklich gute, moderne Volksliedsätze, ausreichend modernes Liedgut in Chorsätzen von einfach bis schwer, das Outfit kann durchaus mal etwas extravaganter sein und Stimmbildung ist keine Schande - DAS wären die Dinge, die mehr propagiert werden müßten. Stattdessen wird das Phänomen "Junger Chor" als Konkurrent zum Gemischten Chor diskutiert...

Mir persönlich sind gemischte Chöre am liebsten, weil ich die Vielfalt mag, die damit möglich ist - man hat für geistliche Stücke und Kunstlieder die weibliche Leichtigkeit und das männliche Fundament, für moderne Stücke einen größeren Tonumfang und neben weichen Frauenstimmen eben auch kernige Männer mit dabei. Zudem ist man mit den möglichen Themen oft festgelegt, und nicht alles gibt es auch in schönen Sätzen für nur Frauen oder nur Männer. Da ist man mit vier Stimmen einfach etwas vielseitiger.

Der Nachteil daran ist, daß man diese vier Stimmen auch braucht - auch in unserem Chor herrscht chronischer Männermangel. :S Wir wollten in diesem Jahr eigentlich eine kurze Messe singen (die "Missa Lumen" von L. Mayerhofer), mußten das aber dann knicken, weil zum Probenwochenende nur Sopran, Alt und Tenor erschienen - ohne Bässe läuft es aber nicht... :(

Leider höre ich oft, daß die Sänger lieber "einfach singen" wollen, als sich der "mühsamen" Stimmbildung und Probenarbeit zu unterwerfen - da heißt es dann, daß man doch Spaß haben wolle und nach einer anstrengenden Woche nicht auch noch im Chor so viel "arbeiten" und anstrengendes Zeug machen will. Daß man durch diese "anstrengenden" Dinge hinterher einfach besser wird und mehr Spaß am Singen hat (weil ja das Feedback auch ein anderes ist, wenn der Chor wirklich gut ist), wird dabei nicht gesehen. Ich habe das Gefühl, die Bereitschaft, sich anzustrengen, und auch die Disziplin nehmen immer mehr ab. Das finde ich schade, denn die sind in meinen Augen ganz wichtige Bestandteile des Chor- und auch Sologesangs.

Tja - im Prinzip kann man nur versuchen, mit dem eigenen Chor ein frisches, für Jugendliche interessantes Bild zu präsentieren, zu zeigen, wieviel Spaß das Singen im Chor macht, und bewußt gegen das verstaubte alte-Volkslieder-Image anzugehen.

Komm und sing mit uns - in fünf Chören findest auch du deinen Ton!

www.gesangverein-hochstein.de


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