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Sonntag, 19. Dezember 2010, 19:56

Schulchor hat kein Klangvolumen - Was tun dagegen?

Hallo,

ich bin leider kein ausgebildeter Chorleiter, sondern nur Schulmusiker. Daher hab ich nicht so viel Erfahrung, was die Arbeit mit Chören angeht. Vielleicht kann mir ja jemand helfen:

Der Schulchor, den ich ins Leben gerufen hab (Mädchen zwischen 12 und 16 Jahre alt), habt einen recht schönen Chorklang, nur singen die "Damen" viel zu leise. Ich weiß leider keinen Rat, wie ich denen etwas mehr Klangvolumen entlocken könnte.

Gibt es da Übungen, Tricks oder ähnliches?

Vielen Dank schon mal an alle Erfahrenen, die mir evtl. Ratschläge geben!

Gruß

Thomas

Heiko

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2

Sonntag, 19. Dezember 2010, 23:28

Hallo Thomas,

wie lange singt ihr denn schon? Evtl. "trauen" sich die Mädels noch nicht?
--
Schöne Grüße, Heiko

MGV1853 - 1. Bass
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3

Dienstag, 21. Dezember 2010, 14:59

Hallo Thomas,

wie lange singt ihr denn schon? Evtl. "trauen" sich die Mädels noch nicht?


Wir singen seit ca. einem halben Jahr. Bevor ich an die Schule gekommen war, hatten die Mädels gar keinen Musikunterricht. Das heißt, da liegt vieles brach. Vielleicht ist das der Grund.

Aber was kann man dagegen tun. Muss ich die zum Psychologen schicken? ;-)

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Heiko

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4

Dienstag, 21. Dezember 2010, 17:42

Hallo Thomas,

singt ihr Mehrstimming? (gehe ich mal von aus...)

Probier doch mal was von Scala nachzusingen (Hier kommt Alex oder so..) Einstimmig,
dann "fällt keiner auf" vielleicht kitzelst Du so etwas mehr raus :-)
--
Schöne Grüße, Heiko

MGV1853 - 1. Bass
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5

Donnerstag, 23. Dezember 2010, 22:47

Danke für den Vorschlag!

Ich habe die Musik von Scala immer ein wenig "belächelt". Aber für diese (pädagogischen) Zwecke wird das sicherlich ein möglicher Weg sein. Ich werde mal das Repertoire durchforsten und etwas transkripieren!

Nette Grüße

Thomas

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6

Montag, 24. Oktober 2011, 22:07

Ich habe ein ähnliches Problem bei einem neuen gemischten Chor, den ich übernommen habe. Der bisherige Chorleiter hatte den Tenor immer im Blickfeld als schlechteste Stimme. Jetzt, nach drei Chorproben hat es sich bereits verändert. Ich habe intensiv die Stimmen mit dem Tenor geübt, damit sie sicherer wurden und dies auch mit Lob unterstützt. Nach diesen drei Probestunden haben sie sich derart verbessert, dass ich sie als fast gleichwertig mit den anderen Stimmen bezeichnen kann.

Ich habe festgestellt, dass ein Lob, auch ohne psychologische Vorbildung, aber an der richtigen Stelle, oft Wunder bewirkt.

Zaghafte Sänger (-innen) sage ich immer: Wir sind in der Probe, also unter uns. Die Fehler müssen wir jetzt machen, damit wir sie verbessern, damit sie in der Aufführung zutage treten.

Natürlich darf man keinen direkt ansprechen. Wenn einer falsch singt sollte man die ganze Stimme, höchstens aber die entsprechenden Nachbarn des "Falschsängers" mitsingen lassen.
Beste Grüße, Joachim
Frei nach dem Motto: "Music was my first love"

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Heiko

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7

Montag, 24. Oktober 2011, 23:10

Ich habe festgestellt, dass ein Lob, auch ohne psychologische Vorbildung, aber an der richtigen Stelle, oft Wunder bewirkt.

So ähnlich läuft das bei uns auch - und es wirkt Wunder.

Zaghafte Sänger (-innen) sage ich immer: Wir sind in der Probe, also unter uns. Die Fehler müssen wir jetzt machen, damit wir sie verbessern, damit sie in der Aufführung zutage treten.

Trotzdem dauert es mitunter Jahre, bis sich ein einzelner neuer Sänger (nicht alle - aber einige) traut falsch zu singen, wenn nur seine Stimme in der Probe gefordert wird. Es ist ja einfach sich in diesem Moment zurückzuhalten- und wenn alle Stimmen singen wieder falsch dazwischenzuplärren - dann sind die Nachbarn gefragt und zwar mit direkter Ansprache. (Ich persönlich krieg bei sowas die Kriese und halte meine Kritik auch nicht zurück wenn es in meiner Stimme passiert.)

--
Schöne Grüße, Heiko

MGV1853 - 1. Bass
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8

Dienstag, 25. Oktober 2011, 08:54

Vielleicht merkt aber der ein oder andere gar nicht, dass er falsch singt? Aber egal, wie es zum Falschsingen kommt, ich persönlich finde, derjenige sollte schon darauf angesprochen werden. Nicht gleich mit dem Holzhammer und nicht vor versammelter Mannschaft. Aber der Chorleiter kann sich denjenigen ja mal in einer ruhigen Minute beiseite nehmen (vielleicht sogar am Rande eines Auftritts) und auf die Probleme hinweisen. Ich selber mache oft die Erfahrung, dass es heißt "der Sopran war zu tief". Dann frage ich mich: alle? nur ich? nur eine andere? Dann bin ich unsicher und beim nächsten Mal ist es vielleicht zu hoch, weil ich mich korrigiere obwohl es nicht nötig ist. (Ich glaube allerdings schon, dass ich meistens richtig liege, ohne jetzt mich selbst bauchpinseln zu wollen. :P )

Ich stehe auf dem Standpunkt, nur wenn ich meine Schwächen kenne, kann ich sie ausmerzen.
Beste Grüße,
Katja
(1. Sopran)

Maumker Frauenchor "Cantare" 2000

Heiko

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9

Dienstag, 25. Oktober 2011, 09:53

Bauchpinseln ist gut :)

Ich gehe davon aus das ein Ton zu treffen ist, wenn man sein Gehör gelichzeitig zum eigenen Gesang "einschaltet" - wer dies dauerhaft nicht hinbekommt, hat nichts in einem Chor zu suchen, so schade das auch ist. Ich kenne solch einen "Gesangsresitenten" Fall - seit ca. einem halben Jahr gibt es keine Fortschritte, was soll man da noch machen?
--
Schöne Grüße, Heiko

MGV1853 - 1. Bass
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10

Freitag, 28. Oktober 2011, 18:43

Ich gehe davon aus das ein Ton zu treffen ist, wenn man sein Gehör gelichzeitig zum eigenen Gesang "einschaltet" - wer dies dauerhaft nicht hinbekommt, hat nichts in einem Chor zu suchen, so schade das auch ist. Ich kenne solch einen "Gesangsresitenten" Fall - seit ca. einem halben Jahr gibt es keine Fortschritte, was soll man da noch machen?

Ich kenne da nur zwei Möglichkeiten:
1. Man duldet ihn weiterhin und riskiert falsches Singen oder
2. Man teilt ihm mit, dass es keinen Sinn macht, dass er im Chor weiter singt
Allerdings sollte erst einmal der Chorleiter ihn entweder vor oder nach der Chorprobe zur Seite nehmen und ihn persönlich testen.
Beste Grüße, Joachim
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Heiko

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11

Samstag, 29. Oktober 2011, 13:37

Ja, ich werde Punkt 2 mal in Angriff nehmen ...
--
Schöne Grüße, Heiko

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