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Samstag, 10. Januar 2009, 17:25

Tonhöhe

Hallo!

Wie hoch sollte man als 2. Sopran beim Singen ohne Probleme kommen?

lg

Barbie

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2

Montag, 12. Januar 2009, 09:20

Hallo :)

Ich denke, der Unterschied zwischen Sopran 1 und 2 ist so groß eigentlich nicht. Nach meiner persönlichen Einschätzung sollte man schon möglichst bis zum zweigestrichenen a kommen, ein e''/f'' sollte aber auf jeden Fall drin sein. Allerdings richtet sich diese Einschätzung jetzt nach dem generell in üblichen Chorsätzen angelegten Sopranumfang, ein "echter" Sopran kommt wahrscheinlich noch höher... :)

Dazu muß ich sagen, daß dasselbe auch für einen Alt gilt - der Unterschied ist da ja nicht unbedingt nur die Tonhöhe, sondern auch der Klang. Ich selbst singe Alt, bin aber von der Anlage her ein Mezzosopran, ich komme zwar relativ gemütlich bis zum a'' und bissel drüber, richtig schön geht's aber (nach vernünftigem Einsingen) etwa bis f''. Am Ende ist es sowieso alles Technik - ich dachte früher, ich wäre eine sehr tiefe Stimme, aber der Umfang wächst mit der Übung. Ordentliche Stimmbildung ist da sehr wichtig und kann viel bewirken.

Wieso fragst du? Singst du 2. Sopran oder bist du noch auf der Suche nach der "richtigen Stimme" für dich? :)

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3

Montag, 12. Januar 2009, 20:03

Danke für deine Antwort :) Ich frage, weil ich mir selbst etwas unsicher bin. Ich singe im 2. Sopran und komme bis zum e2. Allerdings singe ich noch nicht so lange, sodass mein Gedanke eben auch war, ob durch Übung der Umfang noch wächst.

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Barbie

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4

Freitag, 16. Januar 2009, 16:43

Mit Sicherheit :) Macht ihr Stimmbildung? Wenn nicht, sprich deine/n Chorleiter/in mal drauf an. Mit richtigem Training und der entsprechenden Technik ist da bestimmt noch ein bissel mehr drin. Wichtig ist, daß du auf die richtige Technik achtest, damit du deine Stimmbänder nicht falsch beanspruchst.

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5

Samstag, 24. Januar 2009, 22:54

Was meinst du mit Stimmbildung? Grad als Neuling hab ich das Gefühl, dass die Technik zu kurz kommt. Hast du Tipps?

6

Samstag, 24. Januar 2009, 23:42

Stimmbildung ist was Feines!
Ich habe das Glück gehabt, bevor ich in einen Chor eintrat, vorher drei oder vier aufeinander aufbauende Stimmbildungskurse unserer Musikschule mitzumachen. Da lernte man sozusagen "von der Pike auf" die Technik. Es begann mit Atemübungen, ging dann über "Konsonantentennis" bis zum richtigen Singen.
Schön sind auch immer Stimmbildungswochenenden, in einer Jugendherberge zum Beispiel.
Unsere Chorleiterin macht vor jeder Probe einige Stimmbildungsübungen mit uns, das tut uns immer sehr gut. Für ein Wochenende kann man aber auch einen richtigen Stimmbildner bzw. eine richtige Stimmbildnerin engagieren. Die zeigen einem dann (mit teils unfreiwillig komischen Übungen), wie man richtig singen sollte, sodass man weder total fertig noch heiser ist.
Einfach mal den Chorleiter/die Chorleiterin ansprechen! Der- oder diejenige wird bestimmt nichts dagegen haben.

Katja
Beste Grüße,
Katja
(1. Sopran)

Maumker Frauenchor "Cantare" 2000

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Barbie

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7

Sonntag, 25. Januar 2009, 14:01

Unsere Chorleiterin macht mit uns in der wöchentlichen Probe locker 20 min Stimmbildung am Anfang. Stimmbildung heißt, wie Katja schon sagt, Technikübungen für den gesamten "Gesangsapparat".

Wichtig ist da quasi der Unterschied zwischen "Einsingen" und "Stimmbildung". Einsingen bedeutet, ein paar Töne anzusingen (die üblichen Übungen wie "die Tonne", Halbtonfolgen etc), um die "Stimme warmzumachen". Leider wird dabei oft überhaupt nicht auf die richtige Technik geachtet, so daß dabei so Phänomene bei rauskommen wie auch bei uns im Verein, daß die Sänger sehr ungern Einsingen machen, weil sie "danach schon abgesungen sind" :wacko: Stimmbildung heißt dagegen, daß du lernst und übst, so zu singen, daß du völlig ohne "Verschleißerscheinungen" singen kannst. Ich halte problemlos mehrere Ganztagsproben durch, selbst wenn ich sehr hoch singen muß - ich bin danach nie heiser, im Gegenteil, meine Sprechstimme ist auch "wie geölt" ;)

Beispiele wären dafür die Dinge, die Katja schon nannte. Das Zwerchfell trainieren und nutzen lernen, den Luftstrom kontrollieren lernen, der Stimme mehr Klang und weniger "Hauch" geben, ohne Anstrengung in allen dir möglichen Registern klare Töne produzieren lernen durch die entsprechenden Übungen.
Leider läßt sich das so schriftlich nicht wirklich beschreiben, das muß dir jemand vormachen und dich korrigieren... Wie Katja sagt - sprich einfach mal deine Chorleiterin an! Es gibt auch in den Chorverbänden Seminare dafür.

Was ich dir aber schonmal mit auf den Weg geben kann, ist sozusagen ein Versuch :) Probier mal, so zu singen wie eine Opernsängerin, auch wenn du dir dabei total bescheuert vorkommst. Meine Chorleiterin sagt immer, je blöder das Gesicht, desto näher dran am guten Ton :D Also einfach mal Augen weit auf vorm Spiegel, Mund auf, Zähne auseinander und versuchen, die Stimme in den Kopf zu holen (heiße Kartoffel im Mund, den Ton in die Stirn holen, wie auch immer) und mit möglichst wenig Luftwiderstand im Kehlkopf zu singen. In dieser Position singst du einfach mal nur ein O - erste Übung: Luft gut nutzen, laß sie strömen ohne Druck.
Dann probier auf einem dir angenehmen Ton mal rum, welche unterschiedlichen Klangfarben du dem O geben kannst, wie unterschiedlich es klingt, wenn du den Mund weiter auf oder weiter zu machst. Generell gilt: Man hat den Mund immer weiter zu als man denkt, trau dich ruhig mal, aufzumachen und den Ton rauszulassen. Dabei nimmst du die Singhaltung ein (Oberkörper gerade, Schultern unten und etwas zurück, Brustkorb offen, Zwerchfell in Hab-Acht-Stellung). Beobachte mal, wie der Ton sich verändert, wenn du den Oberkörper zusammenfallen läßt oder zu sehr anspannst etc. Du wirst denke ich von selbst merken, wieviel Einfluß diese Kleinigkeiten auf deine Stimme haben, und nichts anderes bewirkt eine gute Stimmbildung - du lernst, genau DAS herbeizuführen, was deine Stimme schön klingen läßt. Auch ein guter Tip: Bewege die Schultern beim Singen, kreisen lassen z.B., das lockert die Brustmuskulatur und du vermeidest die Anspannung, die sich durchs heftige Konzentrieren einschleicht ;)

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8

Sonntag, 25. Januar 2009, 21:41

Ich halte problemlos mehrere Ganztagsproben durch, selbst wenn ich sehr hoch singen muß - ich bin danach nie heiser, im Gegenteil, meine Sprechstimme ist auch "wie geölt" ;)


Dann hast Du die Übungen anscheinend perfekt in den normalen Singablauf integriert! Toll!
Bei mir siehts leider ganz anders aus. Obwohl ich die Übungen alle gelernt habe, bekomme ich meinen Hals nicht "offen". Ich bin nach fast jeder Probe heiser. Vor allem wenn wir viel in den oberen Tonhöhen zu singen hatten. Meine Sprechstimme ist dann meist im Eimer. Manchmal bin ich ganz verzweifelt. Vielleicht sollte ich bei uns auch nochmal ein Stimmbildungswochenende ansprechen ...

Katja
Beste Grüße,
Katja
(1. Sopran)

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9

Dienstag, 27. Januar 2009, 20:42

Das wäre eine Möglichkeit :) Bei uns ist das Stichwort ein "weiter Hals", bzw die "Weite" - man muß sozusagen die Stellung beibehalten, die man beim Gähnen im Hals hat. Und zwar genau zu "Beginn" des Gähnens, wenn die Luft einströmt und bevor man den Mund aufreißt. Dann klappt nämlich das Gaumensegel wieder runter ;) Am besten Probier's mal, vielleicht hilft dir das. "Den Grund der Kehle öffnen" nennt das ein Chorleiter, mit dem meine Chorleiterin arbeitet.

Unsere Chorleiterin ist da wie gesagt sehr hintendran, und man merkt den Unterschied einfach. Ich habe vor knapp 2.5 Jahren in diesem Chor angefangen, vor zwei Jahren hat sie mit der "echten" Stimmbildung begonnen. Der Chor hat sich seither von einem relativ guten Laienchor zu einem wirklich guten Chor entwickelt :) Ich hab ja vorher schon gesungen und "gut geölt", habe aber auch bei mir sehr schnell merkliche Verbesserungen feststellen können. Man muß natürlich auch was tun, von alleine geht das nicht - aber es macht doppelt Spaß, weil die Fortschritte bei guter Übung total schnell zu sehen sind. :)

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10

Samstag, 10. Oktober 2009, 02:05

Stimmumfang und Höhe

2. Sopran und komme bis zum e2. Allerdings singe ich noch nicht so lange, sodass mein Gedanke eben auch war, ob durch Übung der Umfang noch wächst.


Übung macht die Meisterin!!
Viel ist einfach Technik. Die Italiener nennen es inhalare la Voce (bestimmt falsch geschrieben) auf Deutsch, das ist auch besser, dem Tone Platz machen. Nutze die Kopfresonanzen (was ich besser finde als Kopfstimme, weil es physikalisch besser stimmt).
Haltung und Öffnung für den Ton sind Übungssachen. Die meisten Chorleiter wissen eine Menge darüber und man fragt sie einfach mal nach der Probe, wenn man schon geübt hat und eingesungen ist.
Es geht um Entspannung, Kopfhaltung, Mundöffnung und die Vorstellung, wohin man den Ton singt.
Eine Übung, die mir geholfen hat die höheren töne zu erreiche, war die:
Stell dir vor, du willst einen kleinen Hund nachmachen und ziehst dazu die Oberlippe hoch. Dann winsel mal. (Mach es allein, man sieht ein wenig dämlich aus...) Abe Du spürst dann wo der Ton "hingehen" soll.
Vielleicht hilft es.
Thomas H. Reiche
Thomas H. Reiche; 1. Bass

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11

Dienstag, 13. Oktober 2009, 19:33

Gesangstechnik und soweiter...

Vorbermerkungen:
Singen ist lebenslanges Lernen. Es ist deshalb so aufregend, da es
jeder gleich welchen Alters erlernen kann. Diese Reise muss niemals enden...
;( Aber, bitte immer vorsichtig sein! Denn:
Falsche Stimmlage: Sowohl zu hoch als auch zu tief sind schädlich!!! Also immer lieber einmal mehr nachfragen, was ist meine Stimmlage. :sleeping:
Man kann um die eigene Stimmlage herum aber sein Klangvolumen erweitern. Nur sollte das nicht ständig passieren.. :thumbup:
Wie kann man also richtig singen, besser singen und soweiter?
Technik lautet die Antwort, Gesangs- und Atemtechniken helfen zusätzlich zum Training des täglichen Gesangs, also üben, üben. Aber auch immer wieder entspannen. :thumbsup:
8o
Warum tun wir das nun?
Ziel ist ein frei funktionierendes ”Instrument“ mit guter Resonanz und Tragfähigkeit, Flexibilität, großem Stimmumfang, individuellem schönem Klang mit ausgeglichenem Vibrato bei guter Textverständlichkeit. Der Sänger wird in die Lage versetzt frei mit dem Publikum über das Medium der Musik zu kommunizieren. Die Gesangstechnik ist nicht Selbstzweck – das oft kritisierte Virtuosentum ohne Inhalt, oder: höher, schneller, weiter – sondern nur ein Mittel, um dem Sänger den freien und kompletten Zugang zu seinem Instrument zu ermöglichen.

:!: Also wie?

die richtige Haltung
den richtigen Atemreflexe
die Entspannung im Schluckapparat
offenen Resonatoren :P
die richtigen Bewegungen des Artikulationsapparates :rolleyes:
:pinch: :sleeping:
Achso, da war ja noch 8| Inhalare la voce: übersetzt: Einatmen der Stimme. Dieser Teil der Technik beinhaltet nicht nur das, was in anderen Techniken mit dem Begriff „Stütze“ belegt wird, sondern umfasst die gesamte Körperorganisation.

Was darf man nicht machen?
Zunge zwanghaft nach unten drücken.
Verkrampfen
Unterkiefer verspannen.
:huh:
Der Ton braucht im Rachen Platz. Dann kann er in den Schädelhölen klingen :thumbup:
Ein gleichmäßiger Atemstrom ohne Druck hilft. :sleeping: :sleeping: